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Janika Gerberding

Kickboxen heißt: An sich glauben
Kieser Training-Instruktorin Janika Gerberding hat sich beim Kickboxen schon einige Male ein blaues Auge geholt – und findet Handball trotzdem gefährlicher.

Janika Gerberding muss einiges einstecken, an diesem Tag auf Kreta. Die Beine ihrer Gegnerin schnellen hoch, immer wieder. Und sie treffen Gerberding – an der Brust, am Bauch, an den Flanken. Sie hält gegen, trotz einer Verletzung am Fuß. Ihre Stärke ist das Boxen, immer wieder zielt sie mit ihren Fäusten in Richtung der Gegnerin. Drei Jahre liegt diese Begegnung zurück. Die beiden Frauen trafen beim Finale der Amateur-Weltmeisterschaft im Kickboxen aufeinander. Sie kämpfen Leichtkontakt, das heißt, auf der Matte und nicht im Ring und mit weniger harten Schlägen. Nicht der K.o.-Schlag zählt, sondern die Anzahl der Treffer. Beide Frauen tragen Kopfschutz, der vorschriftsmäßig auch Stirn, Ohren und Kiefergelenk bedeckt. Schaut man genauer hin, sieht man auch den Zahnschutz, den sie im Mund tragen und der verhindert, dass bei einem nicht rechtzeitig abgewehrten Schlag ein Vorderzahn kaputt geht oder das Kiefergelenk bricht. Am Ende nimmt Gerberdings Gegnerin den Siegerpokal mit nach Hause. Sie selbst wird Zweite - ihr bisher größter Erfolg. Mit 15 hat die heute 29-Jährige angefangen mit dem Kickboxen und sie hat schnell gemerkt, dass sie in der Sportart richtig gut ist.

Nach der Weltmeisterschaft fährt sie mit blauem Oberarm und geprellten Rippen nach Hause. Wer kickboxt, darf nicht zimperlich sein. Dabei ist Gerberding durchaus empfindlich: Beim Ziehen der Weisheitszähne brauchte sie die doppelte Ration Schmerzmittel. „Dadurch ist vielleicht auch der Ansporn höher, mehr auszuteilen, als einzustecken“, sagt sie und lacht. Eine schlimme Verletzung hatte sie zum Glück noch nie. Blaue Flecken, zwei-, dreimal ein blaues Auge, die Prellung – das ja. Aber Kreuzband- oder Bänderrisse, wie man sie zum Beispiel vom Fuß- oder Handball kennt, sind beim Kickboxen kein Thema. Gerberding erklärt sich das damit, dass Kickboxer auf härteren Kontakt mit dem Gegner gefasst sind, Mannschaftssportler nicht unbedingt.

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