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Fotografie Braunschweig

Stefan Roth
Schwertschmied
Braunschweig

Für ein Schwert von Stefan Roth legen Kunden schon mal 10.000 Euro hin.

Unter seinen Auftraggebern findet sich sogar die chinesische Regierung. Für deren Präsidentenmuseum hat er vor dreieinhalb Jahren die Replik eines Kurzschwertes aus dem 16. Jahrhundert angefertigt. Dabei hat Stefan Roth das Schmiedehandwerk nie gelernt. Wie macht er das?

Wodurch bist du in der Schwertschmiedekunst so gut geworden?

Zu Schwertern hatte ich schon immer eine große Affinität, speziell zum Katana, dem Schwert der japanischen Samurai. Ich habe mit japanischem Schwertkampf angefangen und bei den besten Meistern trainiert. Allein zehn Jahre lang mit einem japanischen Meister, der selbst Schüler von Nakamura Taizaburo war, einem sehr bekannten Schwertmeister in Japan. Mit 15 habe ich mir dann für teures Geld ein Schwert gekauft. Es hat mich enttäuscht und ich wollte es besser machen. In der Fabrikhalle eines Bekannten schmiedete ich dann mein erstes eigenes Schwert. Es funktionierte auf Anhieb.Vieles bei mir ist Intuition und der Hang zum Perfektionismus, ich hab einfach das Auge dafür, ich seh' es einfach. Und ich habe viel geforscht. Ich habe mich mit uralten, europäischen Schmiedetechniken und japanischen Traditionen beschäftigt. Mein Wissen über Kampfkunst kombiniere ich mit meinem handwerklichen Geschick. Diese Kombination macht es aus.

Ich habe viel durch Beobachtung aufgenommen. Das können viele Leute gar nicht mehr. Die laufen durchs Leben, sehen nicht nach rechts und links und merken nicht, was neben ihnen passiert. Die Prinzipien, die ich in der Kampfkunst anwende, wende ich auch im Leben an. Sie sind wie ein roter Faden, der mein Leben durchzieht. Ich versuche, wie Wasser zu sein. Das heißt, einerseits weich und anpassungsfähig, aber gleichzeitig auch, wenn es drauf ankommt, knallhart. Früher hat man das „Bushidō“ genannt, den Weg des Kriegers.

Wie gehst du an Herausforderungen ran?

Je schwieriger eine Sache ist, umso mehr reizt sie mich. Ich versuche immer, das bestmögliche Niveau zu erreichen. Mir geht es nicht nur um das Handwerkliche, sondern darum, auch die Seele eines Schwertes mit einzufangen. Deshalb arbeite ich auch nie an einem Schwert, wenn ich schlecht drauf bin. Sonst übertragen sich schlechte Gedanken auf das neue Schwert und das ist nie gut.